Die Arbeit im Affenpark hat mir sehr gut gefallen

Programm: 
Kombi Freiwilligenarbeit Kapstadt und Wildlife Plettenberg in Südafrika, ab Sept. 2013
South Africa Monkey Projekt Capuccino

Hallo liebes InterSwop-Team. Ich bin im September nach Kapstadt ausgereist um dort für einen Monat in einem Children Recovery Hospital zu arbeiten. Anschließend bin ich nach Plettenberg Bay gegangen, um dort für zwei Monate in einem Affenpark als Freiwilliger zu arbeiten. Die Partnerorganisation von Interswop in Kapstadt hat mir sehr gut gefallen! Alles ist gut organisiert, es ist sehr persönlich. Die Unterkunft, das Backpackers im Kapstadter Stadtteil Observatory, war eine sehr gute Wahl. Alle waren sehr freundlich, es hat eine gute Lage, Supermarkt, Zug und Minibus-Stop, sind dicht bei.

Am Tag nach der Ankunft wurde einem von Toby die Stadt etwas gezeigt. Angefangen hat es mit einem Frühstück und Informationen zu seiner Organisation. Geendet hat der Ausflug mit einem Mittagessen.

Das Projekt in Kapstadt hat mir recht gut gefallen. Obwohl das Personal nicht wirklich Interesse an den Freiwilligen zeigt. Unser Aufgabe als Freiwillige war ziemlich simpel. Außer das wir beim Füttern helfen durften, bestand unsere Hauptaufgabe darin die Kinder zu beschäftigen. Ich war bei den Kindern die zwischen 3 und 18 Monate alt waren. Ich habe ihnen geholfen sich hinzusetzten und bin mit den älteren an den Händen gelaufen. Es ist mehr eine Reha Station für die Kinder als ein richtiges Krankenhaus. Die Kinder sind zu gesund, um im Krankenhaus zu bleiben, aber zu krank, um nach Hause geschickt zu werden. Oder aber sie würden zu Hause nicht genung Aufmerksamkeit kriegen. Einige von ihnen sind auch Waisen. Warum die Kinder da sind wird uns nicht gesagt, wir kriegen keine einzige Hintergrundinformation zu ihnen. Sie wollen nicht, dass wir Unterschiede zwischen den Kindern machen, was ich als gut empfinde.

Mein zweiter Stop war Plettenberg Bay. Gewohnt habe ich bei Stephanie im homestay, das mit 350R pro Tag doch ganz schön aufs Geld geht. Vorteile sind dafür natürlich, dass man in der Stadt wohnt und Essen weitgehend gestellt wird. Dazu hat man noch Internet, was normalerweise an 5 von 7 Tagen funktionieren sollte. Das Zimmer teilt man sich normalerweise mit einer weiteren Person.

Der Affenpark ist gute 20 Minuten mit dem Auto entfernt. Man bekommt jeden morgen einen Lift zur Arbeit und wird jeden Nachmittag wieder abgeholt. Normalerweise arbeitet man von 8 - 17 Uhr 5 Tage die Woche. Die 2 off-Tage sind in der Regel nicht am Wochenende.

Wohnt man bei Stephanie, sieht das ganze etwas anders aus. Man arbeitet von 8-16 Uhr und hat das Wochenende frei.

Die Arbeit im Affenpark hat mir sehr gut gefallen. Morgens startet der Tag damit, die Käfige sauber zu machen. Ist man damit fertig, wartet man am Gate auf Besucher. Man macht Walk ins, die Besucher führt man zur Rezeption und erklärt ihnen die paar simplen Regeln die im Affenpark gelten. Die Hauptaufgabe von uns ist aber, Touren zu geben. Zu Anfang auf Deutsch, dann, wenn das Englisch gut genug ist, auch auf Englisch. Alles was man wissen muss, lernt man in den ersten zwei Wochen hier.

Mir persönlich gefällt das Affenprojekt sehr gut. Die Arbeit bringt mir immer noch sehr viel Spaß.

Was mir von Ihrer Seite aus nicht gut gefallener hat ist, das mir nicht die Option gegeben wurde, in den Unterkünften zu wohnen, die der Affenpark selbst bereit stellt. Diese sind frei, was einem viel Geld spart, da man nur für Essen aufkommen muss. Sie sind auf dem Gelände. Da man dann nicht am Wochenende frei hat, hat mich persönlich überhaupt nicht gestört. Da jeder andere Off-Tage hat, verschwimmt das sowieso etwas.

Die gestellten Unterkünfte sind sehr einfach aber völlig ausreichend. Es gibt einmal ein Caravan mit 6 Betten, jeweils Doppelzimmer, und ein Steinhaus mit 5 Betten, ein Doppelzimmer und ein dreier Zimmer. Wasser kommt aus einem Teich. Unabgekocht kann man es nicht trinken aber es gibt Regenwassertanks aus denen man das Wasser problemlos, auch unabgekocht, trinken kann. Eine Tankstelle 20 Minuten zu Fuß hat einen kleinen Shop wo man alles notwendige bekommt. Normalerweise fährt man aber an einem seiner beiden off-Tage in die Stadt, um sein Wocheneinkauf zu machen. In die Stadt kommt man mit dem Minibus. Der fährt aus dem Dorf, das dicht bei liegt und es kostet 20R pro Fahrt.

Die zweite Sache die mir von Ihrer Seite aus nicht gut gefallen hat ist, dass mir erzählt wurde, dass man eigentlich nur für 3 Monate nach Südafrika gehen kann. Mir wurde erklärt, dass es sehr schwer und aufwendig ist, ein Visum zu bekommen. Das ist nicht wahr. Man kann problemlos sein Touristenvisum für drei weitere Monate verlängern, oder aber man verlässt das Land für 2 Wochen. Bei der Wiedereinreise bekommt man ein neues Visum für drei Monate.

So bin ich noch immer in Südafrika und lebe schon lange in der frei zur Verfügung gestellten Unterkunft des Affenparks. Da man ab und zu Trinkgeld bekommt, lebt es sich so sehr kostengünstig hier. So kann man viel Geld sparen und auch Leute mit weniger Geld könnten sich so leisten, für einige Zeit ins Ausland zu gehen. Würde man diese Informationen von Ihnen bekommen wäre es sehr schön!

Ich bedanke mich trotzdem für die schöne Zeit die ich durch Sie hier angefangen habe. Ich hoffe Sie haben noch viel Erfolg mit Ihrer Firma und haben vielleicht jetzt ein bisschen mehr zu den Projekten zu erzählen.

Liebe Grüße aus Südafrika

 

*Anmerkungen:

Die freie Unterkunft direkt im Affenpark kann nur gewählt werden, wenn man sich als Volunteer von vorne hinein für einen längeren Zeitraum verpflichtet.

Man erhält von Interswop aktuelle und korrekte Visainformationen. Visavorschriften ändern sich ständig und eine Visaaustellung bzw. Visaverlängerung vor Ort können wir nicht gewährleisten, da wir keinen Einfluss auf die südafrikanischen Behörden haben. Daher beschränken wir unsere Aufenthalte auf eine Dauer von 3 Monaten.

South Africa Wildlife-Volunteer Nele
Nele B. (19) aus Hamburg